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Privacy-Handbuch

Wegwerf-E-Mail-Adressen bieten einen sehr einfach nutzbaren Service, der keinerlei Anmeldung erfordert und auch kein Erstellen der Adresse vor der Nutzung. E-Mail Adressen in der Form pittiplatsch@trash-mail.com kann man überall und ohne Vorbereitung unbekümmert angeben.

In einem Webformular auf der Seite des Betreibers findet man später alle eingegangenen Spam- und sonstigen Nachrichten für das gewählte Pseudonym. Für das Webinterface des Postfaches gibt es in der Regel keinen Zugriffsschutz. Jeder, der die E-Mail Adresse kennt, kann die Nachrichten lesen und löschen. Wenn eine Wegwerf-Adresse für die Registrierung eines Account genutzt wurde, könnte ein Angreifer problemlos die Passwort Recovery Funktion nutzen!

Nachrichten werden nach einigen Studen oder Tagen automatisch gelöscht. Man muss also regel­mäßig den Posteingang prüfen. Einiger Anbieter (natürlich unvollständig):

In der Regel speichern diese Anbieter die Informationen über eingehende E-Mails sowie Aufrufe des Webinterface und stellen die Informationen bei Bedarf den Behörden zur Verfügung. (für Whistleblowing nur mit Anonymisierungsdiensten geeignet!)

Temporäre E-Mail Adressen muss man zuerst auf der Webseiten des Anbieter erstellen. Sie sind dann für 10min bis zu mehreren Stunden gültig. Erst danach kann diese Mail-Adresse verwendet werden. Die Verfügbarkeit der E-Mail Adresse kann im Browser mehrfach verlängert werden.

Die folgenden Anbieter erlauben nur zufällig erstellter E-Mail Adressen. Die Verwendung dieser Adressen für die Registrierung von Accounts ist sicherer, da ein Angreifer die Passwort Recovery Funktion des Webdienstes nicht nutzen kann, um ein neues Passwort zuschicken zu lassen und den Account zu übernehmen. Man hat aber auch selbst keine Möglichkeit zum Passwort Reset!

Bei den folgenden Anbieter kann man neben zufällig generierten E-Mail Adressen auch selbst definierte E-Mail Adresse nutzen. Man kann damit einen bestimmten E-Mail Account mehrfach verwenden. Das ist für einige Anwendungsfälle ein Vorteil, manchmal eher ein Nachteil:

Um eine temporäre Adresse für die Anmeldung in einem Forum o.ä. zu nutzen, öffnet man als erstes eine der oben angegebenen Webseiten in einem neuen Browser-Tab. Nachdem man eine neue temporäre Mail-Adresse erstellt hat, überträgt man sie mit Copy & Paste in das Anmelde­formular uns schickt das Formular ab. Dann wechselt man wieder zu dem Browser-Tab der temporären Mail­adresse und wartet auf die eingehende Bestätigungs­mail. In der Regel einhält diese Mail einen Link zur Verifikation. Auf den Link klicken - fertig.

Wenn der Browser-Tab mit der temporäre E-Mail Adresse geschlossen wurde, hat man keine Möglichkeit mehr, ankommende Mails für diese Adresse zu lesen!